Gedanken eines Informatikers, Mathematikers und Lehrers.

06.06.2011

Die zwei Lügen guten Unterrichts

  1. Wenn ich es erkläre, dann werden sie es lernen.
  2. Wenn ich es nicht erkläre, dann werden sie es nicht lernen.

Nach einem Blogeintrag.

Kommentare:

  1. So jung und schon so zynisch? Das sieht dem Marco gar nicht ähnlich. Wer bist du und was hast du mit dem guten Marco gemacht? Oder gibt es jetzt den guten und den bösen Marco? Oder gab es die beiden immer schon und es ist mir nur nie aufgefallen?

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  2. Das ist gar nicht zynisch gemeint. Es beschreibt den Umstand, dass Wissen nicht mittels Sprache übertragen werden kann, sondern immer ein aktiver Schaffens-/Konstruktionsprozess involviert sein muss.

    Ich erinnere nur an das Studium:
    Vorlesung - nichts verstanden.
    Übungen gemacht - Klarheit gewonnen. :)

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  3. Anonym20:01

    Wissen kann sehr wohl über Sprache übertragen werden. Man denke nur an Bedienungsanleitungen. Ich als Deutschlehrer muss das sagen. Eine Sache dagegen nur durch sprachliche Vermittlung zu verstehen, ist da schon schwieriger. Ein vielleicht passendes Zitat:
    Die Sache mit den exakten
    Begriffen
    • „Kein Begriff, keine Aussage kann präziser
    verstanden werden, als es die individuelle
    Denkstruktur zulässt.“ (Muckenfuß)
    • Die Vagheit der Alltagssprache ist die
    Voraussetzung für Verstehen.
    • Exakte Begriffe taugen nicht für das Verstehen,
    sondern für das Verstandene.
    • Exakte Begriffe sind für den Lernprozess von
    geringem Wert, weil sie subjektiv keine neuen
    Inhalte konstituieren, sondern nur bereits
    Bekanntes ordnen oder aber nicht verstanden
    werden.

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  4. Natürlich ist die Formulierung stark zugespitzt und bewusst provozierend ausgelegt. Das hast du ebenso gut erkannt, wie den wahren Kern, der darin steckt. :)

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