Gedanken eines Informatikers, Mathematikers und Lehrers.

26.05.2007

Hobbytronic 2007

Wieder einmal war es soweit und die Hobbytronic» öffnete für eine Woche ihre Pforten in den Dortmunder Westfalenhallen, um - naja, warum eigentlich? Es gab viele Stände, die diverse Hardware anboten, ein bißchen Software hier und da, und eine Meisterschaft im Case-Modding», die die Messe vor der letztendlichen Banalität retten sollte. Viel hat man ansonsten für seine 5,50€ (ermäßigt) nämlich nicht bekommen. Vorbei scheinen die Zeiten, in denen die Hobbytronic, mit einer sinnvollen Elektromesse kombiniert, dem Technikfreund allerlei Auswahl und Neues auf vielen Hallen bieten konnte. Mittlerweile versteckt man sich in nur noch einer, zudem nicht ganz ausgenutzten, Halle. Gründe mögen sicherlich in Phänomenen wie Ebay liegen, die es nicht mehr notwendig erscheinen lassen, eine Verbrauchermesse mit günstigen Preisen zu veranstalten. Diesmal war es auch das erst mal, dass ich mir nichts gekauft habe und mit leeren Händen wieder nach Hause gestiefelt bin. Schade, enttäuschend, langweilig. So würde ich die Messe in diesem Jahr wohl zusammenfassen. Aber die Nostalgie wird mich bestimmt auch im nächsten Jahr wieder in ihren Bann und mich zur Messe ziehen - dann hoffentlich wieder mit einer Freikarte.

25.04.2007

LaTeX mit Emacs und AUCTex

AUCTex» nennt sich ein Modus, mit dem man herrlich LaTeX-Dateien im Emacs bearbeiten kann. Es gibt viele kleine Helferlein, die den Alltag mit LaTeX erleichten. So etwa lassen sich die Übersetzungsreihenfolgen automatisieren, die entstehen, wenn man komplexere Szenarien mit Bibtex und MakeIndex verwendet. Hier hilft AUCTex, die Übersicht zu behalten, welche Programme in welcher Reihenfolge ausgeführt werden müssen.

Zudem gibt es Hilfe für die automatische Ersetzung und Vervollständigung von Schlüsselwörtern, Unterstützung beim Formatieren und Kommentieren von ganzen Textblöcken, eine übersichtliche Darstellung des Dokumentes durch Verstecken von Formatierungsanweisungen und vieles mehr.

Der Quickstart-Guide» auf der Webseite zeigt eine schöne Auswahl von Möglichkeiten von AUCTex.

15.04.2007

Mächtiger Dateimanager in Emacs

Mit Strg-x d erhält man im Emacs einen Dateimanager, der es in sich hat. Eines der wohl mächtigsten (und leider wohl auch weniger bekannten) Features ist das Kommando wdired-change-to-wdired-mode, mit dem der Buffer des angezeigten Verzeichnisses in einen gewöhnlichen Emacs-Buffer verwandelt wird. Auf diesem kann man dann z.B. mittels regulärer Ausdrücke die Verzeichnisnamen ändern und schließlich mit Strg-c Strg-c die Änderungen bestätigen und durchführen lassen. Die Emacs eigene Hilfe sagt dazu
In this mode you can edit the names of the files, the target of the links and the permission bits of the files.
Einige sehr schöne Folien mit einer generellen Einführung bis hin zu fortgeschrittenen Konzepten gibt es übrigens als Material zu der Vorlesung Being Productive With Emacs», die im Januar diesen Jahres am MIT stattfand.

Weitere sinnvolle Tipps für Fortgeschrittene bietet Effective Emacs» und natürlich das sehr umfangreiche Emacs-Wiki».

22.02.2007

Newsfeeds

Eine der wohl segenreichsten Erfindungen stellen sogenannte Newsfeeds dar. Hierbei handelt es sich um nach eigenen Vorstellungen aggregierten Inhalt aus dem Internet. Einen schönen einführenden Artikel gab es dazu bei spiegel-online.de». Auf jeden Fall einen Blick wert.

18.02.2007

.bashrc

Die Option HISTCONTROL steuert in der .bashrc die Einstellungen für die history. Mit export HISTCONTROL=ignoredups kann diese etwas kleiner halten werden, wenn man die Duplikate (wie etwa ls oder cd) entfernt. Dies ist z.B. dann sinnvoll, wenn man mit Strg-S vorwärtssuchend oder Strg-R rückwärts suchend diese History durchsucht und den heißgeliebten alten Aufruf nicht mehr findet, nur weil die history mit jeder Menge Verzeichniswechseln zugekleistert ist.

Natürlich sollte sich das Ganze auf die Performance auswirken, da im Falle der Aktualisierung der History nicht mehr nur einfach angehängt, sondern eben auch nachgeschaut werden muss, ob der entsprechende Eintrag bereits vorhanden ist. Bisher konnte ich jedoch noch keine Probleme feststellen.

17.02.2007

Dies ist der Titel eines Blogeintrages über eine Geschichte, deren Titel etwas über den Titel und den Inhalt der Geschichte aussagt

Dies ist der erste Satz eines Blogeintrages, der etwas über eine Geschichte schreiben moechte, deren Titel seinerseits etwas ueber die Geschichte erzaehlt. Dies ist der zweite Satz eines bereits in der ersten Zeile und im Titel - wie auch in kommenden Zeilen - refenrenzierten Artikels ueber eine Geschichte deren Titel This Is the Title of This Story, Which Is Also Found Several Times in the Story Itself» wiederum etwas ueber die Geschichte selbst verraet. Dieser letzte Satz des ersten Absatzes und auch vorletzter Satz dieses Eintrages besitzt nur strukturellen auf sich selbst referenzierenden Inhalt.

via Lambda the Ultimate - Programming Languages Weblog».

14.08.2006

Der WDR-Computerclub kehrt zurueck

Wie ich gerade einem Artikel bei Spiegel Online» entnehmen durfte, ist das hoelzerne Zweigestirn der Wolfgangs (Wolgang Back» und Wolfgang Rudolph») zurueckgekehrt. Bekannt aus dem guten alten ueber viele Jahre gesendeten WDR-Computerclub», macht man sich nun daran, in Form eines Podcastes» die Welt zurueck zu erobern. CC-Zwei» nennt sich das neue audiophile Projekt um die beiden knuddeligen Senioren, die mein Herz sofort hoeher schlagen lassen, wenn sie ueber 486er und Disketten reden.

Es war eine schoene Zeit! Damals als die digitale Welt noch weitaus analoger war. Ihr habt mich als Fan gewonnen.

26.07.2006

Das Schwein und die Kiste

Freie Lizenzen (z.B. in Form von creative commons») dienen Kreativen, ihre Werke der Menschheit frei zugaenglich zu machen, ohne zu starke und restriktive Forderungen an die Weiterverwendung und -verbreitung zu stellen.

Damit dies auch die kleinsten unserer Gesellschaft (die Kinder) schnell und verstaendlich lernen, ist ein Kinderbuch mit Namen "Das Schwein und die Kiste" entstanden, in dem ein Schwein eine Kiste entdeckt, mit der es in der Lage ist, Lebensmittel zu vervielfaeltigen, diese jedoch nicht mit anderen Tieren der Umgebung teilt, sondern fuer sich behaelt und dadurch schliesslich zum unbeliebten Waldbewohner wird. Natuerlich ist das Werk unter den u.a. links frei erhaeltlich.

Eine alternative Variante, das Thema fuer Erwachsene aufzubereiten, heisst "Bound by Law" und ist in Form eines Comics bei der Duke University of Law» erhaeltlich.

Pig an the Box (PDF, deutsch)
Pig an the Box (PDF, englisch)

via: golem.de

10.07.2006

Internet für alle – überall

Es geht daran, das Internet aus seinen hausischen Gefilden zu befreien und weltweit durch die Luft zu pusten. Dieses Ziel verfolgt fon.com». Getrieben durch kräftige Finanzspritzen von Skype, google, Ebay und diversen anderen Magnaten, werden subventionierte WLAN-Router für 5 EUR in alle Welt verschickt. Zu Hause angekommen, werden diese an den heimischen DSL-Anschluss geklemmt und jeder registrierte FONero darf darüber surfen. Wer den Anschluss des Routers einen Monat lang verpennt, muss 45 EUR Strafe latzen.

Er werden drei Arten von Nutzern unterschieden. Ein Linus ist ein Nutzer, der selbst einen Hotspot zur Verfügung stellt und im Gegenzug jederzeit kostenlos auf der ganzen Welt andere Hotspots nutzen darf. Ein Bill stellt ebenfalls seinen Zugang zur Verfügung, darf sich nicht kostenlos in der ganzen Welt einloggen (z.B. für Geschäftsinhaber interessant), wird dafür jedoch an den Einnahmen, die er mit seinem Hotspot erzielt, beteiligt. Solche Einnahmen werden von so genannten Aliens generiert, die nicht registriert sind und für 3 EUR/$ pro Tag den Zugang nutzen können.

Ein tolle Sache für alle, die sowieso noch einen WLAN-Router benötigen und sich mit einem solchen anarchistischen Gedanken anfreunden können.

Wo man in Dortmund schon überall einen solchen Zugang findet, zeigt eine Karte» auf der Seite. Zur Zeit verzeichnet Deutschland 2891 solcher öffentlichen Hotspots. Eine Zahl, die bis Ende 2007 weltweit auf 1.000.000 Hotspots ausgedehnt werden soll.

Also, auf geht's.

02.07.2006

BumpTop - der Desktop der Zukunft

Ein Video ueber BumpTop» zeigt den Desktop der Zukunft als einen virtuellen Schreibtisch, auf dem Dokumente in Stapeln verwaltet, in Groesse und Form veraendert und in vielerlei Hinsicht organisiert werden koennen. Das Video, das es zu sehen gibt, zeigt deutlich, wohin die Reise gehen soll.

via digg.com»